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Wärmepumpenrechner 2026

BEG-Förderung bis 70 % berechnen, Betriebskosten vs. Gas/Öl vergleichen und Break-even-Zeitraum ermitteln — mit aktuellem CO₂-Preis 2026.

Sole-/Wasser-Wasser erhalten zusätzlich 5 % Effizienzbonus
Inkl. Installation, Montage, ggf. Erdbohrung. Max. 30.000 € förderfähig.
+20 % Geschwindigkeitsbonus beim Austausch fossiler/alter Heizung (bis Ende 2028)
+30 % Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigem Einkommen

BEG 2026 · CO₂-Preis 55–65 €/t (BEHG-Korridor) · Geschwindigkeitsbonus bis Ende 2028 · Vereinfachte Berechnung, kein Rechtsanspruch

So funktioniert der Rechner

Tab „Kosten & Förderung"

Wählen Sie den Wärmepumpen-Typ (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser), geben Sie die Gesamtkosten ein und wählen Sie Ihr bisheriges Heizsystem. Der Rechner ermittelt automatisch alle anwendbaren BEG-Förderkomponenten: Grundförderung (30 %), Geschwindigkeitsbonus (20 %), Einkommensbonus (30 %) und Effizienzbonus (5 %). Das Ergebnis: Förderbetrag und Eigenanteil.

Tab „Betriebskosten-Vergleich"

Geben Sie Ihren jährlichen Wärmebedarf, die Jahresarbeitszahl (JAZ) und die aktuellen Energiepreise ein. Der Rechner vergleicht die Betriebskosten der Wärmepumpe mit Gas- oder Ölheizung — inklusive des aktuellen CO₂-Preises 2026 (Auktionskorridor 55–65 €/t gemäß BEHG). So sehen Sie die reale jährliche Ersparnis.

Tab „Amortisation"

Kombiniert Förderung und Betriebskostenersparnis zu einer vollständigen Wirtschaftlichkeitsanalyse. Ergebnis: Break-even-Zeitraum in Jahren, 20-Jahres-Gesamtvorteil in Euro und eingesparte CO₂-Menge in Tonnen.

BEG-Förderung 2026 — Die vier Komponenten

Maximale Förderung = Grundförderung + Boni (max. 70 %)

Grundförderung: 30 % — für alle Eigentümer, Vermieter, Unternehmen
Geschwindigkeitsbonus: +20 % — Austausch fossiler/alter Heizung, gültig bis Ende 2028
Einkommensbonus: +30 % — selbstnutzende Eigentümer mit Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus: +5 % — Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe (natürl. Kältemittel)

Förderdeckel:
Fördersatz: max. 70 %
Förderfähige Kosten: max. 30.000 € (Einfamilienhaus)
Maximaler Zuschuss: 30.000 € × 70 % = 21.000 €

Beispiel: Grundförderung 30 % + Geschwindigkeitsbonus 20 % + Einkommensbonus 30 % = 80 % → gekappt auf 70 %
Bei 25.000 € Kosten: 25.000 € × 70 % = 17.500 € Zuschuss, Eigenanteil: 7.500 €

Beispiel: Familie in einem Altbau

Familie Bauer — Luft-Wasser-WP, Heizungstausch, mittleres Einkommen

Familie Bauer (3 Personen) tauscht ihre 25 Jahre alte Gasheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das Haushaltseinkommen liegt bei 52.000 €/Jahr. Die Anlage kostet 26.000 € inkl. Installation.

Gesamtkosten WP-Anlage26.000 €
Förderfähige Kosten (max. 30.000 €)26.000 €
Grundförderung (30 %)30 %
Geschwindigkeitsbonus (Gasheizung > 20 J.)+20 %
Einkommensbonus (52.000 € > 40.000 €)— (kein Anspruch)
Effizienzbonus (Luft-WP)— (kein Anspruch)
Fördersatz gesamt50 %
Förderbetrag13.000 €
Eigenanteil13.000 €

Betriebskosten: Wärmebedarf 14.000 kWh/Jahr, JAZ 3,5 → Stromverbrauch 4.000 kWh/Jahr × 27 ct = 1.080 €/Jahr. Alte Gasheizung (Wirkungsgrad 92 %): 15.217 kWh Gas × 12 ct + CO₂-Abgabe 55–65 €/t ≈ 2.110 €/Jahr. Jährliche Ersparnis: ca. 1.030 €.

Amortisation: Eigenanteil 13.000 € ÷ 1.030 €/Jahr ≈ 12,6 Jahre Break-even. 20-Jahres-Gesamtvorteil: ca. 7.600 €.

Wärmepumpen-Typen im Vergleich 2026

Die Wahl des Wärmepumpentyps beeinflusst Kosten, Förderung und Effizienz erheblich:

CO₂-Preis 2026 und steigende Heizkosten für Fossilheizungen

Ab 2026 wechselt Deutschland vom BEHG-Festpreissystem zum Auktionsverfahren mit einem Preiskorridor von 55–65 €/t CO₂. Das bedeutet: Wer 2026 noch mit Gas oder Öl heizt, zahlt deutlich mehr CO₂-Abgabe als in den Vorjahren. Ab 2027 greift der europäische ETS-2, wo es keine Preisobergrenze mehr gibt.

Konkret für Gasheizungen: Bei 15.000 kWh Wärmebedarf entstehen ca. 3.100 kg CO₂/Jahr — bei 60 €/t entspricht das ca. 186 € CO₂-Abgabe pro Jahr, Tendenz steigend. Wärmepumpen zahlen keine CO₂-Abgabe auf Strom.

Häufige Fragen

Die BEG-Förderung (Bundesförderung effiziente Gebäude) wird über das KfW-Portal beantragt — vor Beauftragung des Installateurs. Ablauf: (1) Energieeffizienz-Experten beauftragen (für den Antrag notwendig), (2) Antrag im KfW-Kundenportal stellen, (3) nach Zusage den Installateur beauftragen, (4) nach Fertigstellung Verwendungsnachweis einreichen. Antragsberechtigt sind Eigenheimbesitzer, Vermieter und Unternehmen. Wichtig: Antrag muss zwingend VOR Baubeginn gestellt werden.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der reale Wirkungsgrad der Wärmepumpe über ein ganzes Jahr — im Gegensatz zum COP-Wert, der nur unter Laborbedingungen gilt. Eine JAZ von 3,5 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 3,5 kWh Wärme erzeugt. Je höher die JAZ, desto günstiger der Betrieb. Einflussfaktoren: Außentemperatur (Luft-WP hat im Winter niedrigere JAZ), Vorlauftemperatur (niedrige Temperaturen mit Fußbodenheizung sind ideal), Dämmzustand des Gebäudes. Luft-WP: JAZ 3,0–4,0 | Sole-WP: JAZ 4,0–5,5 | Wasser-WP: JAZ 4,5–6,0.
Ja, auch mit nur 30 % Grundförderung lohnt sich die Wärmepumpe langfristig — besonders bei gut gedämmten Gebäuden, hoher JAZ und steigendem CO₂-Preis. Entscheidend ist die Betriebskostenersparnis gegenüber der Fossilheizung. Wer zusätzlich Photovoltaik kombiniert, kann den Eigenstrombezug erhöhen und die Betriebskosten der WP weiter senken. Ab 2027 (ETS-2) werden Gasheizungskosten weiter steigen, was die WP-Wirtschaftlichkeit verbessert.
Ja — die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik (PV) ist sehr sinnvoll. Die PV-Anlage erzeugt günstigen Eigenstrom (ca. 8–12 ct/kWh Gestehungskosten), der direkt in der Wärmepumpe genutzt werden kann. Mit einem Smartmeter und Wärmepumpensteuerung lässt sich der Eigenverbrauch optimieren. Die BEG-Förderung gilt separat für WP und PV — beide können kombiniert gefördert werden.
Wärmepumpen funktionieren am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen (unter 45 °C). Ideal sind Fußbodenheizungen oder großflächige Heizkörper. In schlecht gedämmten Altbauten mit hohem Wärmebedarf und hohen Vorlauftemperaturen sinkt die JAZ deutlich. Eine Kombination aus energetischer Sanierung (Dämmung, neue Fenster) und Wärmepumpeneinbau ist oft wirtschaftlich sinnvoller als der WP-Einbau allein. Beide Maßnahmen werden über die BEG gefördert.

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