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Kaufnebenkostenrechner 2026

In Bayern 10.500 € weniger Nebenkosten als in NRW. Rechne nach — mit Inventar-Trick.

Grunderwerbsteuer: 3,50 %
Seit 2020: Käufer und Verkäufer teilen sich die Provision
Wird von der GrESt-Bemessungsgrundlage abgezogen
Für Grundschuldbestellung bei Finanzierung

So funktioniert der Rechner

Tab „Gesamtkosten"

Geben Sie den Kaufpreis ein, wählen Sie Ihr Bundesland und die Maklergebühr. Der Rechner zeigt sofort alle Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler. Unter „Weitere Optionen" können Sie Inventar (Küche, Möbel) abziehen und die Grundschuld für die Finanzierung berücksichtigen.

Tab „Inventar abziehen"

Alles, was nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist, kann vom Kaufpreis abgezogen werden — die Grunderwerbsteuer wird nur auf den reduzierten Betrag berechnet. Geben Sie den Wert von Einbauküche, Möbeln und Sonstigem ein und sehen Sie Ihre Ersparnis. Wichtig: Im Kaufvertrag separat ausweisen lassen.

Tab „Bundesländer vergleichen"

Bei Immobilien in Grenzregionen kann das Bundesland den Unterschied machen. Vergleichen Sie die Kaufnebenkosten für zwei oder drei Bundesländer side-by-side. Bei 350.000 € Kaufpreis sind die Nebenkosten in Bayern bis zu 10.500 € günstiger als in Brandenburg.

Grunderwerbsteuer 2026 — alle 16 Bundesländer

BundeslandSteuersatz
Bayern3,5 %
Baden-Württemberg5,0 %
Niedersachsen5,0 %
Rheinland-Pfalz5,0 %
Sachsen-Anhalt5,0 %
Thüringen5,0 %
Bremen (seit Juli 2025)5,5 %
Hamburg5,5 %
Sachsen5,5 %
Berlin6,0 %
Hessen6,0 %
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %
Brandenburg6,5 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %
Saarland6,5 %
Schleswig-Holstein6,5 %
Weitere Kaufnebenkosten:
Notarkosten: ~1,5 % des Kaufpreises (GNotKG 2026)
Grundbuchkosten: ~0,5 % des Kaufpreises
Maklergebühr: 3,57 % Käuferanteil (üblich, inkl. MwSt)
Grundschuldbestellung: ~1,0 % der Grundschuld (Notar + Grundbuch)

Inventar-Abzug:
Bemessungsgrundlage GrESt = Kaufpreis − Inventarwert
Ersparnis = Inventarwert × GrESt-Satz

Beispiel

Familie Müller — Hauskauf in Nordrhein-Westfalen

Kaufpreis 400.000 €, Einbauküche im Wert von 10.000 €. Finanzierung über 320.000 € Darlehen.

Grunderwerbsteuer (6,5 %)25.350 €
GrESt-Ersparnis durch Küche−650 €
Notarkosten (~1,5 %)6.000 €
Grundbuchkosten (~0,5 %)2.000 €
Makler (3,57 % Käuferanteil)14.280 €
Grundschuldbestellung3.200 €
Kaufnebenkosten gesamt50.830 €

Familie Müller konnte durch den Inventar-Trick bei der Küche 650 € sparen. Ohne den Tipp hätten sie 26.000 € Grunderwerbsteuer gezahlt. Sie teilten den Link mit Freunden: „In Bayern hätten wir bei gleichem Haus 10.500 € weniger Nebenkosten gezahlt."

Häufige Fragen

Die Kaufnebenkosten liegen typischerweise bei 10–15 % des Kaufpreises. Sie setzen sich zusammen aus: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je Bundesland), Notarkosten (~1,5 %), Grundbuchkosten (~0,5 %) und ggf. Maklergebühr (bis 3,57 % Käuferanteil). Bei einem Kaufpreis von 350.000 € in NRW sind das rund 42.000 €. Dazu kommen bei Finanzierung die Kosten für die Grundschuldbestellung.
Bei selbstgenutztem Wohneigentum: nein. Kaufnebenkosten sind bei Eigennutzung nicht steuerlich absetzbar. Bei vermieteten Immobilien können Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten als Anschaffungsnebenkosten über die Abschreibung (AfA) geltend gemacht werden. Maklerkosten bei Vermietung sind sofort als Werbungskosten absetzbar.
Bewegliche Gegenstände wie Einbauküche, Markise, Sauna oder Möbel gehören nicht zum Grundstück und sind von der Grunderwerbsteuer befreit. Wenn Sie den Inventarwert im Kaufvertrag separat ausweisen, wird die GrESt nur auf den reduzierten Betrag berechnet. Beispiel: Bei 10.000 € Inventar und 6,5 % GrESt sparen Sie 650 €. Wichtig: Der Wert muss realistisch sein — das Finanzamt prüft bei Werten über 15 % des Kaufpreises genauer.
Seit dem 23.12.2020 gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerkosten: Beauftragt der Verkäufer den Makler, muss er mindestens die Hälfte der Provision tragen. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Kosten gleichmäßig — üblich sind jeweils 3,57 % (inkl. 19 % MwSt). Die Gesamtprovision variiert regional zwischen 4,76 % und 7,14 %.
Bayern hat mit 3,5 % die niedrigste Grunderwerbsteuer Deutschlands — und hat sie seit 1997 nie erhöht. Die höchste GrESt mit 6,5 % verlangen Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein. Bei einem Kaufpreis von 350.000 € beträgt der Unterschied allein bei der GrESt: 12.250 € (Bayern) vs. 22.750 € (NRW) — das sind 10.500 € mehr. Für Grenzregionen lohnt sich ein Vergleich mit unserem Bundesland-Tab.

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