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Inflationsrechner Deutschland

Kaufkraft berechnen, Gehalt mit Inflation vergleichen, Zukunftsbedarf projizieren — mit VPI-Daten des Statistischen Bundesamts.

Welchen Betrag möchten Sie vergleichen?
Startjahr für den Kaufkraftvergleich
Zieljahr (2026 = Schätzung)

VPI-Daten: Destatis (Basis 2020 = 100). 2025–2026 Schätzung. Kein Finanzrat. v2026-03-23

So funktioniert der Inflationsrechner

Tab „Kaufkraft berechnen"

Geben Sie einen Betrag, ein Startjahr und ein Zieljahr ein. Der Rechner ermittelt mithilfe des offiziellen Verbraucherpreisindex (VPI) von Destatis (Basis 2020 = 100), welche Kaufkraft Ihr Geld im Vergleichszeitraum hatte. Das Ergebnis zeigt, wie viel Sie heute zahlen müssten, um dieselbe Menge Waren wie damals zu kaufen.

Tab „Gehaltsanpassung"

Vergleichen Sie Ihr damaliges Gehalt mit Ihrem heutigen Gehalt und prüfen Sie, ob die Lohnentwicklung mit der Inflationsrate mitgehalten hat. Der Rechner berechnet die nominale Steigerung, die kumulierte Inflation und die reale Kaufkraftveränderung. Ein negatives Ergebnis bedeutet: Sie können sich heute trotz höherem Gehalt weniger leisten als früher.

Tab „Zukunftsprojektion"

Planen Sie voraus: Geben Sie einen heutigen Betrag, eine angenommene Inflationsrate und einen Zeitraum ein. Der Rechner zeigt, welchen Betrag Sie in der Zukunft benötigen, um dieselbe Kaufkraft zu erhalten — ein wichtiger Faktor bei der Altersvorsorge und Finanzplanung.

Der Verbraucherpreisindex (VPI)

Der Verbraucherpreisindex misst die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs privater Haushalte in Deutschland. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht. Das aktuelle Basisjahr ist 2020 = 100.

Der Warenkorb umfasst über 650 Güter und Dienstleistungen aus 12 Hauptgruppen: Nahrungsmittel, Wohnen & Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung, Freizeit, Gaststätten und mehr. Der VPI ist die wichtigste Messgröße für Inflation in Deutschland und Grundlage für Lohnverhandlungen, Rentenanpassungen und Mieterhöhungen.

Die Formeln

1. Kaufkraftberechnung:
Kaufkraftäquivalent = Betrag × (VPI[Startjahr] / VPI[Zieljahr])
Kumulative Inflation = (VPI[Zieljahr] / VPI[Startjahr] − 1) × 100 %

2. Gehaltsanpassung:
Nominale Steigerung = (Gehaltheute − Gehaltstart) / Gehaltstart × 100 %
Inflation im Zeitraum = (VPI[heute] / VPI[start] − 1) × 100 %
Reale Veränderung = Nominale Steigerung − Inflation
(Näherung; exakt: (1 + nominal) / (1 + inflation) − 1)

3. Zukunftsprojektion:
Benötigter Betrag = Betrag × (1 + Inflationsrate)^Jahre
Kaufkraftverlust = Betrag − Betrag / (1 + Inflationsrate)^Jahre
Reale Kaufkraft = Betrag / (1 + Inflationsrate)^Jahre

Beispiel: Kaufkraft von 1.000 € aus 2015

Thomas — Was ist sein Erspartes noch wert?

Thomas hat 2015 einen Betrag von 1.000 € auf einem Tagesgeldkonto angelegt und möchte wissen, was dieser Betrag 2026 noch kaufen kann.

Betrag 20151.000,00 €
VPI 2015 (Basis 2020 = 100)101,4
VPI 2026 (Schätzung)124,8
Kumulative Inflation 2015–2026+23,1 %
Kaufkraftäquivalent 2026812,50 €
Kaufkraftverlust187,50 €

Thomas bräuchte 2026 rund 1.231 €, um dieselbe Kaufkraft wie 1.000 € im Jahr 2015 zu haben. Sein Tagesgeld hätte also eine jährliche Rendite von mindestens 2,1 % p.a. erwirtschaften müssen, um die Inflation auszugleichen — in vielen Jahren lag der Tagesgeldszins deutlich darunter.

Häufige Fragen

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland kaufen. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht. Das aktuelle Basisjahr ist 2020 = 100. Ein VPI von 124,8 bedeutet, dass die Preise gegenüber dem Basisjahr 2020 um 24,8 % gestiegen sind. Der VPI ist die offizielle Messgröße für die Inflationsrate in Deutschland.
Der VPI basiert auf einem durchschnittlichen Warenkorb aller deutschen Haushalte. Ihr persönlicher Warenkorb kann stark abweichen: Wer zur Miete wohnt und ein Auto fährt, ist von Miet- und Energiepreissteigerungen stärker betroffen als der Durchschnitt. Familien mit Kindern haben andere Ausgabemuster als Singles. Die persönliche Inflation kann daher deutlich höher oder niedriger als der VPI-Wert sein.
2022 betrug die Inflationsrate in Deutschland rund 6,9 % — der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Haupttreiber waren die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs und Lieferkettenstörungen. 2023 lag die Rate bei rund 6,1 %, bevor sie sich 2024 auf ca. 2,2 % normalisierte. Für 2025 und 2026 liegt die EZB-Projektion bei rund 2 % p.a. Diese Ausnahmejahre haben die Kaufkraft vieler Deutschen spürbar gemindert.
Die reale Gehaltsveränderung zeigt, ob Ihr Lohn nach Abzug der Inflation gestiegen oder gesunken ist. Beispiel: Ihr Gehalt stieg von 2020 bis 2026 um 10 % (nominal). Die Inflation betrug im selben Zeitraum rund 24,8 %. Die reale Veränderung beträgt damit −14,8 % — Sie können sich also weniger leisten als 2020, obwohl Sie nominell mehr verdienen. Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln deshalb Reallohnerhöhungen.
Um Kaufkraft zu erhalten, muss die Anlagerendite mindestens die Inflationsrate übersteigen. Tagesgeld und Festgeld bieten seit 2023 wieder Zinsen nahe der Inflationsrate. Aktien und Aktienfonds haben historisch langfristig Renditen von 7–10 % p.a. erzielt und gelten als bester langfristiger Inflationsschutz. Immobilien, Rohstoffe (Gold) und inflationsgeschützte Anleihen (TIPS/Linker) sind weitere Optionen. Entscheidend ist ein langer Anlagehorizont. Dies ist keine Anlageberatung — bitte konsultieren Sie einen Finanzberater.

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