Haushaltsrechner 2026
50/30/20-Budgetregel, Ausgaben-Check mit Destatis-Benchmarks und Zinseszins-Sparpotenzial für Ihren deutschen Haushalt.
Destatis EVS 2023 · 50/30/20-Regel nach Elizabeth Warren · Zinseszins-Formel · Vereinfachte Modellrechnung, keine Anlageberatung
So funktioniert der Rechner
Tab „50/30/20 Budget"
Geben Sie Ihr monatliches Nettoeinkommen ein. Der Rechner berechnet sofort die drei Budgettöpfe nach der 50/30/20-Regel: 50 % für Fixkosten und Grundbedürfnisse, 30 % für persönliche Wünsche und 20 % für Sparen und Tilgen. Dazu erhalten Sie konkrete Spar-Tipps für jede Kategorie sowie eine Hochrechnung des Spar-Anteils bei 7 % Rendite über 10 Jahre.
Tab „Ausgaben-Check"
Tragen Sie Ihre tatsächlichen Monatsausgaben in die einzelnen Kategorien ein. Der Rechner summiert automatisch die Fixkosten (50 %-Topf) und Wunschausgaben (30 %-Topf), zeigt Ihren verbleibenden Spar-Spielraum und vergleicht jede Kategorie mit dem deutschen Bundesdurchschnitt (Destatis EVS 2023). Das Ampel-System markiert Abweichungen: grün = im Rahmen, gelb = leicht erhöht (bis +30 %), rot = kritisch erhöht (über +30 %).
Tab „Sparpotenzial"
Geben Sie Ihren monatlichen Sparbetrag und eine angenommene Jahresrendite ein. Der Rechner zeigt das Vermögen nach 10, 20 und 30 Jahren mithilfe der Zinseszins-Formel — mit Visualisierung, wie viel Ihres Endvermögens durch Rendite entstanden ist (und nicht durch Eigenleistung).
Die 50/30/20-Regel erklärt
→ Alles, was Sie für ein normales Leben brauchen
30 % Persönliche Wünsche: Restaurants, Kleidung, Freizeit, Hobbys, Streaming, Urlaub
→ Alles, was Ihr Leben angenehm macht, aber nicht lebenswichtig ist
20 % Sparen & Tilgen: Notgroschen, ETF-Sparplan, Riester/Rürup, Altersvorsorge, Kreditrückzahlung
→ Das Fundament Ihrer finanziellen Unabhängigkeit
Formel:
Fixkosten-Budget = Netto × 0,50
Wunsch-Budget = Netto × 0,30
Spar-Budget = Netto × 0,20
Die 50/30/20-Regel stammt aus dem Buch All Your Worth von Elizabeth Warren (2005) und wurde für den deutschen Markt angepasst. Sie ist eine Faustregel, keine mathematische Wahrheit — in Teurer-Städten wie München kann die Wohnkostenquote strukturell höher liegen.
Destatis-Benchmarks: So gibt Deutschland sein Geld aus
Basis: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023, Statistisches Bundesamt. Alle Angaben als Anteil am Haushaltsnettoeinkommen:
Durchschnittliche Ausgabenstruktur deutscher Haushalte (EVS 2023)
Quelle: Statistisches Bundesamt, EVS 2023 / Laufende Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2023. Werte gerundet, Haushaltsgröße: 1–4 Personen, mittleres Einkommen.
Beispiel: Familie mit 2 Personen, 4.200 € Netto
Familie Schmidt — 2 Personen, 4.200 € Nettoeinkommen/Monat
Tatsächliche Ausgaben: Warmmiete 1.200 €, Strom/Gas 180 €, Lebensmittel 600 €, Auto 450 €, Versicherungen 220 €, Handy/Internet 90 € = 2.740 € Fixkosten (65 % — über Soll).
Wünsche: Freizeit/Restaurants 380 €, Kleidung 120 €, Streaming 50 € = 550 € Wünsche (13 % — unter Soll).
Verbleibendes Sparpotenzial: 4.200 − 2.740 − 550 = 910 €/Monat (22 %).
Fazit: Das Auto (450 €) ist der Haupttreiber der hohen Fixkostenquote. Optimierung möglich durch günstigeres Fahrzeug oder mehr ÖPNV-Nutzung.
Die Zinseszins-Formel
Variablen:
R = Monatliche Sparrate (€)
r = Monatliche Rendite = Jahresrendite / 12 / 100
n = Anzahl Monate (Jahre × 12)
Beispiel: 200 € / Monat, 7 % Rendite, 30 Jahre:
r = 0,07 / 12 = 0,005833
n = 30 × 12 = 360 Monate
Endwert = 200 × ((1,005833)^360 − 1) / 0,005833 × 1,005833 ≈ 243.994 €
Eingezahlt: 200 × 360 = 72.000 € · Zinseszins-Gewinn: ~172.000 €
Die historische Rendite des MSCI World ETF (1970–2023) beträgt ca. 8–10 % nominal und ca. 5–7 % real (nach Inflation). 7 % ist ein realistischer Mittelwert für langfristige Aktienmarkt-Investitionen. Für konservative Schätzungen (Tagesgeld, Anleihen) empfehlen sich 2–3 %.