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Budgetrechner Immobilie 2026 — Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Maximalen Kaufpreis, Eigenkapital-Szenarien und Kaufnebenkosten nach Bundesland berechnen. Mit Belastungsquoten-Warnung und Grunderwerbsteuer 2026.

Alle Nettoeinkünfte im Haushalt (nach Steuern und SV)
%
Verfügbar für Wohnen: 1.575 €/Monat. Empfehlung: 30–35 %.
Verfügbares Kapital (ohne Notfallreserve)
%
Aktueller Richtwert 2026: ~3,2–4,0 % (10 Jahre Zinsbindung)
%
Empfehlung: mind. 2 % (Gesamtrate = Zins + Tilgung)
Käuferanteil inkl. MwSt. Regional unterschiedlich.
Budgetrechner Immobilie 2026 · Grunderwerbsteuer nach Bundesland · v1.0

So funktioniert der Rechner

Tab „Maximaler Kaufpreis"

Geben Sie Ihr monatliches Netto-Haushaltseinkommen, den gewünschten Wohnkostenanteil (Empfehlung: 30–35 %), Ihr Eigenkapital sowie Zinssatz und Anfangstilgung ein. Der Rechner berechnet die maximale Darlehenssumme, den maximalen Kaufpreis inklusive aller Nebenkosten und warnt bei einer Belastungsquote über 40 %. Unter „Weitere Optionen" wählen Sie das Bundesland (Grunderwerbsteuer) und ob ein Makler einzuberechnen ist.

Tab „Eigenkapital-Szenario"

Sehen Sie auf einen Blick, wie sich unterschiedliches Eigenkapital (0 €, 50.000 €, 100.000 €, 150.000 €) auf den möglichen Kaufpreis, die Monatsrate und die Restschuld nach 10 Jahren auswirkt — bei identischer Einkommens- und Zinssituation.

Tab „Nebenkosten berücksichtigen"

Geben Sie den gewünschten Kaufpreis und Ihr Bundesland ein. Der Rechner zeigt das tatsächlich benötigte Gesamtkapital (Kaufpreis + alle Nebenkosten), die Mindest-EK-Empfehlung (20 %) und ob Ihr Eigenkapital ausreicht, um zumindest die Nebenkosten zu decken — was Banken als Grundvoraussetzung werten.

Die Formeln

Maximale Darlehenssumme:
Max. Darlehen = monatlich verfügbar × 12 / (Zinssatz % + Tilgungssatz %)
Beispiel: 1.575 €/Monat × 12 / (3,5 % + 2,0 %) = 343.636 €

Maximaler Kaufpreis:
Max. Kaufpreis = (Eigenkapital + Max. Darlehen) / (1 + Nebenkostenquote)
Beispiel: (80.000 + 343.636) / (1 + 0,115) = 380.000 € (NRW, mit Makler: ~12,5 %)

Nebenkostenquote je Bundesland:
Nebenkosten = Grunderwerbsteuer + Notar (1,5 %) + Grundbuch (0,5 %) + Makler (optional 3,57 %)
Bayern ohne Makler: 3,5 % + 2,0 % = 5,5 %
NRW mit Makler: 6,5 % + 2,0 % + 3,57 % = ~12,1 %

Belastungsquote:
Belastungsquote = Monatliche Rate / Nettoeinkommen
Empfehlung: ≤ 35 % | Maximum (Banken): 40 %

Restschuld nach N Jahren (Annuität):
Monatszins = Jahreszins / 12; Tilgungsanteil = Annuität − Zinsanteil; Restschuld iterativ berechnet

Die Berechnung verwendet den vereinfachten Annuitätenansatz (Zins + Anfangstilgung), wie er von Banken und Baufinanzierungsberatern standardmäßig für die Tragbarkeitsrechnung eingesetzt wird. Die Restschuld wird monatlich exakt iteriert. Für verbindliche Zahlen konsultieren Sie Ihre Bank.

Grunderwerbsteuer 2026 — alle 16 Bundesländer

Bundesland GrESt Notar+GB Ohne Makler Mit Makler
Bayern3,5 %2,0 %5,5 %9,1 %
Baden-Württemberg5,0 %2,0 %7,0 %10,6 %
Hamburg5,5 %2,0 %7,5 %11,1 %
Bremen5,5 %2,0 %7,5 %11,1 %
Sachsen5,5 %2,0 %7,5 %11,1 %
Niedersachsen5,0 %2,0 %7,0 %10,6 %
Rheinland-Pfalz5,0 %2,0 %7,0 %10,6 %
Sachsen-Anhalt5,0 %2,0 %7,0 %10,6 %
Thüringen5,0 %2,0 %7,0 %10,6 %
Hessen6,0 %2,0 %8,0 %11,6 %
Berlin6,0 %2,0 %8,0 %11,6 %
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %2,0 %8,0 %11,6 %
Nordrhein-Westfalen6,5 %2,0 %8,5 %12,1 %
Brandenburg6,5 %2,0 %8,5 %12,1 %
Saarland6,5 %2,0 %8,5 %12,1 %
Schleswig-Holstein6,5 %2,0 %8,5 %12,1 %

Quelle: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) §11 i. V. m. Landesrecht. Stand März 2026. Makleranteil: 3,57 % (Käufer, inkl. 19 % MwSt) nach §656c BGB-Regelung (hälftige Teilung bei Doppelmandat).

Beispiel

Familie Schneider aus Düsseldorf, 4.500 € Netto-Haushalt, 80.000 € Eigenkapital

Familie Schneider verdient zusammen 4.500 € netto im Monat und hat 80.000 € Eigenkapital gespart. Sie suchen in NRW (Grunderwerbsteuer 6,5 %). Zinssatz aktuell 3,5 %, Tilgung 2,0 %. Makler soll einbezogen werden.

Verfügbar für Wohnen (35 %)1.575 €/Monat
Max. Darlehen (1.575 × 12 / 5,5 %)343.636 €
Nebenkostenquote NRW mit Makler~12,1 %
Max. Kaufpreis ((80.000 + 343.636) / 1,121)≈ 377.900 €
Grunderwerbsteuer 6,5 %≈ 24.564 €
Notar + Grundbuch (~2,0 %)≈ 7.558 €
Makler (~3,57 %)≈ 13.491 €
Nebenkosten gesamt≈ 45.613 €
Belastungsquote35,0 % ✓
Restschuld nach 10 Jahren≈ 262.000 €

Hätte Familie Schneider stattdessen in Bayern gekauft (GrESt 3,5 %, ohne Makler), läge der maximale Kaufpreis bei ca. 400.000 € — also 22.000 € mehr, allein durch die Wahl des Bundeslandes.

Häufige Fragen

Als Faustregel gilt: Die monatliche Kreditrate (Zins + Tilgung) sollte nicht mehr als 35–40 % des Netto-Haushaltseinkommens betragen. Die maximale Darlehenssumme ergibt sich aus: verfügbare Monatsrate × 12 / (Zinssatz + Tilgungssatz). Beispiel: 1.575 €/Monat × 12 / 5,5 % = 343.636 € Darlehen. Zusammen mit dem Eigenkapital und abzüglich der Kaufnebenkosten ergibt sich der maximale Kaufpreis.
Die Kaufnebenkosten umfassen: Grunderwerbsteuer (3,5 % Bayern bis 6,5 % NRW/Brandenburg/Saarland/Schleswig-Holstein), Notarkosten und Beurkundungsgebühren (~1,5 %), Grundbucheintragung (~0,5 %) und optional Maklercourtage (~3,57 % Käuferanteil inkl. MwSt). Insgesamt fallen 5,5 % (Bayern, ohne Makler) bis ~12,1 % (NRW, mit Makler) des Kaufpreises an. Diese Kosten müssen in der Regel aus dem Eigenkapital bezahlt werden.
Die Belastungsquote (Schuldendienstquote) misst, wie viel Prozent des Nettoeinkommens für die Kreditrate verwendet werden. Banken prüfen diese Quote im Rahmen der Kreditwürdigkeitsprüfung nach §505a BGB streng. Bei über 40 % lehnen viele Institute ab oder fordern höheres Eigenkapital. Ideal sind 30–35 %, da dann noch Puffer für unvorhergesehene Ausgaben bleibt.
Banken empfehlen mindestens 20 % Eigenkapital bezogen auf den Gesamtbedarf (Kaufpreis + Nebenkosten). Minimum ist die vollständige Deckung der Kaufnebenkosten (5–12 %) aus Eigenkapital, da diese fast nie mitfinanziert werden. Höheres Eigenkapital verbessert die Zinskonditionen erheblich: ab 20 % EK-Quote sind Topzinsen möglich, unter 10 % werden deutliche Zinsaufschläge fällig.
Die Anfangstilgung ist der Anteil des Darlehens, der im ersten Jahr getilgt wird. Bei einer Annuität bleibt die Gesamtrate (Zins + Tilgung) konstant — mit steigender Tilgung und sinkenden Zinsen im Zeitverlauf. Empfehlung: mind. 2 % Anfangstilgung. Bei 1 % Tilgung und 3,5 % Zins dauert die vollständige Entschuldung über 40 Jahre. Bei 2 % sind es ca. 28 Jahre. Viele Banken bieten 2025/2026 Tilgungen von 1–3 % an.

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