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Mietrenditerechner 2026

Bruttorendite, Nettorendite und Eigenkapitalrendite für Immobilieninvestitionen — mit Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Hausgeld, Notar und Leverageeffekt.

Kaufpreis der Immobilie ohne Nebenkosten
Jährliche Kaltmiete (12 × Monatskaltmiete)

Richtwerte 2026 · Grunderwerbsteuer nach Bundesland · Notar 1,5 % · Makler 3,57 % · Vereinfachte Berechnung, kein Anlageberatung

So funktioniert der Rechner

Tab „Bruttorendite"

Geben Sie Kaufpreis und Jahreskaltmiete ein. Der Rechner berechnet die Bruttorendite in Prozent sowie den Kaufpreisfaktor (das Vielfache der Jahreskaltmiete). Die Bruttorendite dient als schneller Erstfilter — ohne Nebenkosten und Bewirtschaftungsaufwand.

Tab „Nettorendite"

Hier werden alle realen Kosten einbezogen: Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Notar 1,5 %, Makler 3,57 %) sowie laufende Bewirtschaftungskosten (Hausgeld, Instandhaltungsrücklage €1/m²/Monat, Verwaltung, Leerstandsrisiko). Optional können Sie Finanzierungskosten (Zins + Tilgung) einbeziehen und den monatlichen Cashflow ermitteln.

Tab „EK-Rendite & Hebel"

Dieser Tab zeigt den Leverageeffekt: Wie entwickelt sich Ihre Eigenkapitalrendite im Vergleich zur Gesamtrendite bei Fremdfinanzierung? Außerdem ein direkter Vergleich: Gleiche €-Summe in einen ETF mit 7 % p.a. vs. Immobilie mit Hebel über 10 Jahre.

Die Renditeformeln

Bruttorendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete

Nettorendite = Jahresreinertrag ÷ Gesamtinvestition × 100

Jahresreinertrag = Jahreskaltmiete − laufende Kosten (Hausgeld + Instandhaltung + Verwaltung + Leerstand)

Gesamtinvestition = Kaufpreis + Grunderwerbsteuer + Notar + Makler

EK-Rendite = (Jahresreinertrag − Zinsen) ÷ Eigenkapital × 100

Leveragefaktor = EK-Rendite ÷ Gesamtrendite

Positiver Hebel: Gesamtrendite > Darlehenszins → EK-Rendite steigt
Negativer Hebel: Gesamtrendite < Darlehenszins → EK-Rendite sinkt

Grunderwerbsteuer nach Bundesland 2026

Bayern3,5 %
Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt5,0 %
Hamburg, Sachsen5,5 %
Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern6,0 %
Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen6,5 %

Zusätzlich: Notarkosten inkl. Grundbucheintragung ca. 1,5 % und Maklerprovision ca. 3,57 % (je hälftig nach §656c BGB).

Rechenbeispiel: Eigentumswohnung in NRW

2-Zimmer-Wohnung, 65 m², Dortmund

Kaufpreis200.000 €
Monatliche Kaltmiete750 €
Jahreskaltmiete9.000 €
Bruttorendite4,50 %
Kaufpreisfaktor22,2×

Nebenkosten (NRW, Grunderwerbsteuer 6,5 %):

Grunderwerbsteuer 6,5 %13.000 €
Notar 1,5 %3.000 €
Makler 3,57 %7.140 €
Gesamtinvestition223.140 €

Laufende Kosten p.a.:

Hausgeld (250 €/Monat)3.000 €
Instandhaltung (€1/m²/Monat, 65 m²)780 €
Verwaltung (25 €/Monat)300 €
Leerstand (3 %)270 €
Laufende Kosten gesamt4.350 €/Jahr
Jahresreinertrag9.000 − 4.350 = 4.650 €
Nettorendite4.650 ÷ 223.140 × 100 = 2,08 %

Die Bruttorendite von 4,5 % schmilzt nach allen Kosten auf 2,08 % Nettorendite — typisch für NRW-Großstädte.

Leverageeffekt: Immobilie vs. ETF

Eigenkapital €50.000 — zwei Strategien über 10 Jahre

Strategie A: ETF (7 % p.a. Zinseszins)

Startkapital50.000 €
Endwert nach 10 Jahren98.358 €
Gewinn48.358 € (+96,7 %)

Strategie B: Immobilie €250.000 mit 80 % Fremdfinanzierung

Eigenkapital50.000 €
Darlehen200.000 €
Gesamtrendite (Netto)2,5 % p.a.
Darlehenszins3,5 % p.a.
Cashflow p.a. (nach Zinsen)negativ — Zuschuss erforderlich
Tilgungszuwachs 10 Jahreca. 10.000–20.000 € Kapitalaufbau

In diesem Szenario gilt: Darlehenszins (3,5 %) > Gesamtrendite (2,5 %) → negativer Hebeleffekt. Der Fremdkapitaleinsatz schadet der EK-Rendite. Die Immobilie lohnt sich hier nur über Wertsteigerung — reines Spekulationsmotiv.

Für einen positiven Hebeleffekt muss die Nettorendite den Darlehenszins übersteigen — was in teuren Lagen kaum noch gelingt.

Häufige Fragen

Als Faustregel gilt: Ein Kaufpreisfaktor unter 20× (= Bruttorendite über 5 %) gilt als günstig und deutet auf eine wirtschaftliche Immobilie hin. Faktoren zwischen 20–25× (4–5 % Bruttorendite) sind durchschnittlich. In begehrten Lagen (München, Frankfurt, Hamburg) sind Faktoren von 30–40× und mehr üblich — hier spekuliert man fast ausschließlich auf Wertsteigerung, da die Nettorenditen nahe Null oder negativ sind.
Die Zweite Berechnungsverordnung empfiehlt als Richtwert ca. 1 € pro m² Wohnfläche und Monat für Gebäude bis 22 Jahre alt — ältere Gebäude entsprechend mehr (bis 1,50–2,00 €/m²/Monat). Für eine 70-m²-Wohnung wären das 70 €/Monat bzw. 840 €/Jahr. Die tatsächliche Höhe bestimmt die Hausverwaltung im Wirtschaftsplan — die persönliche Rücklage als Eigentümer kann davon abweichen.
Das Hausgeld ist der monatliche Beitrag zur Eigentümergemeinschaft. Es deckt die Bewirtschaftungskosten des Gemeinschaftseigentums (Hausreinigung, Gartenpflege, Versicherungen, Hausmeister, Gemeinschaftsstrom) sowie die Instandhaltungsrücklage der WEG. Typische Hausgeldbeträge liegen bei 2,50–4,00 €/m² pro Monat — für eine 70 m²-Wohnung also ca. 175–280 €/Monat. Wichtig: Das Hausgeld ist nicht vollständig umlagefähig auf Mieter; der nicht umlagefähige Anteil (ca. 25–35 %) verbleibt beim Vermieter.
Bei vermieteten Immobilien sind Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) aktivierungspflichtig — sie erhöhen die Anschaffungskosten des Gebäudeanteils und werden über die Nutzungsdauer (50 Jahre bei Gebäuden Baujahr vor 1925: 40 Jahre) abgeschrieben (AfA = Absetzung für Abnutzung). Sie können nicht sofort in voller Höhe abgesetzt werden. Laufende Bewirtschaftungskosten (Hausgeld, Verwaltung, Instandhaltung) hingegen sind als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sofort absetzbar.
Die lineare Absetzung für Abnutzung (AfA) beträgt 2 % p.a. des Gebäudewerts (Kaufpreis abzgl. Grundstücksanteil) für Gebäude ab Baujahr 1925. Bei Neubauten ab 2023 gilt ein erhöhter AfA-Satz von 3 % p.a. Der Grundstücksanteil (nicht abschreibbar) liegt je nach Lage bei 10–40 % des Kaufpreises. Der AfA-Rechner auf sum.money berechnet die genaue jährliche Abschreibung für Ihre Immobilie.

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