Fahrtenbuchrechner 2026
Fahrtenbuch oder 1%-Regelung? Break-even berechnen, Kosten aufstellen, BFH-Pflichten prüfen — in Sekunden.
Berechnung nach §8 Abs. 2 EStG, §32a EStG 2026, BBG 2026 · Version März 2026
So funktioniert der Rechner
Tab „Fahrtenbuch vs. 1%"
Geben Sie die jährlichen Gesamtkosten Ihres Firmenwagens ein (Leasing/AfA, Versicherung, KFZ-Steuer, Kraftstoff, Wartung, Reifen — Tab 2 hilft dabei). Tragen Sie den Bruttolistenpreis (BLP) ein und schätzen Sie Ihren privaten Fahranteil. Der Rechner vergleicht den monatlichen geldwerten Vorteil nach 1%-Regelung mit dem nach Fahrtenbuchmethode und zeigt Ihnen den Break-even-Privatanteil — die Grenze, ab der das Fahrtenbuch lohnt.
Tab „Kostenaufstellung"
Erfassen Sie alle tatsächlichen KFZ-Kosten einzeln: Leasing oder Abschreibung (AfA), Versicherung, KFZ-Steuer, Kraftstoff bzw. Stromkosten, Wartung, Reifen, Stellplatz und Sonstiges. Der Rechner summiert alles zu Gesamtkosten/Jahr und berechnet die Kosten pro Kilometer. Diese Gesamtkosten können Sie direkt in Tab 1 übernehmen.
Tab „Pflichten & Vorlage"
Hier finden Sie eine Checkliste der BFH-Pflichtangaben für jede Fahrt (§ 4 Abs. 5 Nr. 6 EStG) sowie Hinweise zu digitalen Fahrtenbüchern, anerkannten Apps und den jährlichen Abschlussarbeiten.
Die Formeln
Sachbezug Privatnutzung = Faktor × BLP
Sachbezug Weg zur Arbeit = 0,03 % × BLP × einfache Entfernung (km)
Geldwerter Vorteil/Monat = Privatnutzung + Fahrtkosten
Faktor nach Antriebsart 2026:
Verbrenner / konventioneller Hybrid: 1,0 %
Plug-in-Hybrid (≥ 80 km elektrisch): 0,5 %
Elektroauto (BLP ≤ 70.000 €): 0,25 %
Elektroauto (BLP > 70.000 €): 0,5 %
Fahrtenbuch — geldwerter Vorteil (§ 8 Abs. 2 S. 4 EStG):
Geldwerter Vorteil/Jahr = Gesamtkosten/Jahr × Privatanteil (%)
Geldwerter Vorteil/Monat = Geldwerter Vorteil/Jahr ÷ 12
Break-even-Privatanteil:
Break-even = (1%-Sachbezug/Monat × 12 ÷ Jahreskosten) × 100
→ Bei Privatanteil < Break-even: Fahrtenbuch günstiger
→ Bei Privatanteil > Break-even: 1%-Regelung günstiger
Einkommensteuer §32a EStG 2026:
Grundfreibetrag: 12.348 €
Zone 2 (12.349 – 17.799 €): (914,51y + 1.400)y; y = (zvE − 12.348) / 10.000
Zone 3 (17.800 – 69.878 €): (173,10z + 2.397)z + 1.034,87; z = (zvE − 17.799) / 10.000
Zone 4 (69.879 – 277.825 €): 0,42 × zvE − 11.135,63
Zone 5 (ab 277.826 €): 0,45 × zvE − 19.470,38
Beispiel
Anna — VW Passat als Firmenwagen: Fahrtenbuch oder 1%?
Anna ist Außendienstmitarbeiterin, verdient 4.500 € brutto/Monat (Steuerklasse I). Ihr Arbeitgeber stellt ihr einen VW Passat (Diesel, BLP 42.000 €) zur Verfügung. Die jährlichen Gesamtkosten betragen 9.600 €. Sie fährt 25 km zur Arbeit und schätzt ihren privaten Fahranteil auf 15 %.
Variante A: 1%-Regelung
Variante B: Fahrtenbuch (Privatanteil 15 %)
Break-even-Privatanteil:
Ergebnis: Das Fahrtenbuch spart Anna rund 228 € netto pro Monat — das sind 2.736 € im Jahr. Der Break-even liegt bei 91,9 % — das Fahrtenbuch lohnt sich also fast immer, solange Anna unter diesem Privatanteil bleibt. Bei einem Privatanteil von 15 % ist es eindeutig vorteilhaft.